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Fällheber 9 Artikel

Was ist ein Fällheber und wie funktioniert er?

Fällheber sind ein Hilfsmittel beim Zufallbringen von Bäumen. Sie sind vielfach auch bei Brennholzselbstwerbern im Einsatz und erleichtern bei geringeren Durchmessern die Arbeit. In der Holzernte sind Fällheber bis zu einem Brusthöhendurchmesser von 25 cm zugelassen. Stärkeres Holz muss umgekeilt werden. Der häufig angebaute Wendehaken stellt ebenfalls eine praktische Zusatzfunktion dar.

Ergonomie und Sicherheit beim Fällheber-Einsatz

Der Name dieses forstlichen Helfers enthält bereits einen entscheidenden Hinweis zur Handhabung, denn der zu fällende Baum soll aus der Hocke mit Hilfe der Oberschenkelmuskulatur umgehebelt werden. Umdrücken bedeutet hingegen Unfallgefahr und eine unergonomische Arbeitsweise. Außerdem ist Fällheber-Arbeit immer Einmann-Arbeit. Nie zu zweit ziehen!

Fällheber sind eine Ergänzung zu üblichen Forstkeilen in der Waldarbeit. Gerade bei Hängern ist jedoch Vorsicht geboten, sie erfordern besondere Schnitttechniken und sind mit dem Fällheber alleine nicht sicher beherrschbar. Bei Überlastung >160 kg soll dieses Werkzeug verbiegen, aber nicht brechen. Verbiegen ist also kein Qualitätsmangel. Verbogene oder geschweißte Exemplare sind auszusondern.

Die richtige Fälltechnik für den Einsatz des Fällhebers

Wie viele Forstwerkzeuge in der Holzernte sind auch Fällheber aus Stahl gefertigt. Bei Kontakt mit einer Motorsägenkette besteht Splitter- und Unfallgefahr. Deshalb darf die Motorsäge nicht im selben Schnitt liegen wie die Fällhilfe. Stattdesssen wird der zweite Teil des Fällschnittes schräg unter dem Fällheber angesetzt und in Richtung Fallkerb nach vorn weitergeführt. Anschließend kann der Baum wie oben beschrieben zu Fall gebracht werden. Welche Länge die richtige ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Wenn wenig Platz zum Transport zur Verfügung steht, ist ein kürzeres Exemplar vorzuziehen. Andererseits sorgt die 130-cm-Variante für mehr Hebelkraft. Die Einsatzgrenzen im Durchmesser der Bäume sind dennoch nicht zu überschreiten. In keinem Fall sollen Fällheber dem Baum als alleinige Richtungsgeber dienen. Die Fallrichtung wird immer durch eine sorgfältig gearbeitete Bruchleiste vorgegeben. Dies gilt im Stark- und im Schwachholz gleichermaßen.

Für welche Bäume ist ein Fällheber geeignet?

Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob ein Fällheber in Laub- oder Nadelholz zum Einsatz kommt. Es ist vielmehr sehr viel wichtiger zu verstehen, dass Forstkeile durch den Fällhebereinsatz nicht überflüssig werden oder gar ersetzt werden können. Dies gilt ganz besonders bei Bäumen über 25 cm Brusthöhendurchmesser. Dies ist die Grenze. Oberhalb davon sind neben besonderen Schnitttechniken in jedem Fall Keile zu benutzen. Hier endet auch normalerweise die Arbeit des Brennholzselbstwerbers, da das Fällen solcher Bäume nicht ungefährlich ist. Entsprechende "Kaliber" sollten daher den Profis überlassen werden.

Einsatzgebiete auf einen Blick

  • Umhebeln stehender Bäume in der Holzernte, vor allem Schwachholz
  • Wenden von liegendem Holz zum Entasten
  • Abdrehen von Hängern vom Stock

Für welche Größe sollte man sich bei welcher Aufgabe entscheiden?

Es ist ein physikalisches Gesetz: längerer Hebelarm führ zu weniger Kraftbedarf. Dies gilt sinngemäß natürlich auch beim Fällheber. Die langen Varianten erzeugen am Baum große Kräfte, was sich positiv auf die Ergonomie auswirken kann. Andererseits sind kleine Fällheber zumeist leichter und handlicher zu transportieren. Dieser Aspekt ist auch in der Baumpflege von bedeutung, wenn mit kurzem Fällheber Äste oder Stammteile abgekippt werden sollen. Der jeweils zulässige Brusthöhendurchmesser ist allerdings in jedem Fall zu beachten, auch und besonders bei "großem Gerät".

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