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Spaltkeil und Fällkeil sind unverzichtbar für Profis im Wald

Anwendungsgebiete für Keile in der Forstarbeit

Ein Keil dient dem Forstwirt als unentbehrlicher Helfer in verschiedenen Situationen. Typisch ist die Unterstützung des Baumfällens mittels Fällkeil. Eine weitere Aufgabe ist das Spalten von Brennholz, welches für Spaltaxt oder Spalthammer zu dick oder zu knorrig ist. Allerdings sind nicht alle Keiltypen für jeden Einsatzzweck gleich gut geeignet. Selbst bei diesem scheinbar einfachen Werkzeug gibt es Unterschiede.

Hydraulischer Fällkeil als Starkholzspezialist

Für schwere Keilarbeit im Starkholz bieten sich hydraulische Fällkeile an. Sie erzeugen enorme Hubkräfte von bis zu 28 t völlig erschütterungsfrei. Die Gefahr durch herabfallendes Totholz, vor allem bei Laubbäumen, ist daher deutlich geringer. Auf ähnliche Weise arbeiten mechanische Fällkeile z. B. mit Zahnstangen-Ratschenantrieb.

Welchen Keil soll ich für welchen Zweck nutzen?

Beim Fällen von Bäumen richten sich Größe und Steigung des Keils nach dem Durchmesser des Baumes. Je größer der Baum, desto größer der verwendete Keil. Wenn der Hub nicht mehr ausreicht, empfehlen wir, einen speziellen Nachsetzkeil einzuschlagen. Grundsätzlich gilt, dass ein Fällkeil möglichst schnell eingesetzt werden soll, um ein Schließen des Fällschnittes zu verhindern. Beim Einsatz von mehreren Keilen gilt es, diese gleichmäßig einzutreiben. Dies kommt der Sicherheit zugute und ermöglicht erst ein kontrolliertes Fällen im Starkholz. Es gilt: Bäume nicht umsägen, sondern umkeilen!

Das Spalten mit einem Keil wird wiederum durch eine andere Keilform erleichtert. Ein reiner Spaltkeil verfügt über eine große Steigung, er kann auch in sich verdreht sein (Drehspaltkeil). Spezielle Nuten im Keilprofil verhindern ein Zurückspringen aus dem Holz, dies gilt für einen Fällkeil und Spaltkeil gleichermaßen.

Gängige Materialien für Forstkeile sind

Stahlkeile bergen ein besonderes Risiko, da sie zur Splitterbildung neigen. Aus diesem Grund dürfen sie nicht mit einem Stahlwerkzeug (Spalthammer) eingetrieben werden. Ein Stahlkeil bildet mit der Zeit einen sogenannten Bart aus. So bezeichnet man das Aufpilzen der Schlagfläche bei längerem Gebrauch. Wir empfehlen, die Flanken des Keils regelmäßig zu glätten, um das Splitterrisiko zu senken. Die Verwendung von Aluminium- oder Kunststoffkeilen verringert dieses Risiko deutlich. Diese können zudem mit einem beliebigen Werkzeug verwendet und eingetrieben werden. Da Stahlkeile verhältnismäßig schwer sind, tauchen sie im forstlichen Profieinsatz kaum noch auf.

Aluminiumkeile gelten als beste Alternative zum klassischen Keil aus Stahl. Alukeile sind leicht und dennoch sehr stabil. Wir bieten Ihnen bewährte FPA-geprüfte Spalt- und Fällkeile aus geschmiedetem Aluminium, ideal für den rauen Forsteinsatz. Im Gegensatz zum Stahlkeil führt der Kontakt von Alukeilen mit der Sägekette einer Motorsäge lediglich zum Stumpfwerden der Kette, nicht zum Splittern. Ein Zusammentreffen der Kette mit einem Keil sollte dennoch die Ausnahme sein.

Noch leichter als Aluminiumkeile sind solche aus Kunststoff. Kunststoffkeile kommen vor allem als Motorsägenkeil bzw. Fällkeil zum Einsatz. Ein solcher Keil senkt das Verletzungsrisiko und schont die Sägekette, falls diese einmal versehentlich mit dem Keil in Kontakt kommt. Neben ihrer Schlagzähigkeit zeichnen sich ein Kunststoffkeil vor allem durch sein geringes Gewicht aus. Ein wichtiger Vorteil in der Forstarbeit.

Grundsätzlich ist eine Splitterbildung allerdings unabhängig vom Material möglich. Wir empfehlen, bei allen Keilarbeiten eine Schutzbrille mit möglichst hoher Schutzkategorie zu tragen. Für die Helmkombinationen von Peltor erhalten Sie bei uns eine passende Helm-Schutzbrille. Kunststoffkeile stets feucht zu lagern kann ebenfalls helfen, das Splitterrisiko zu reduzieren.

Transport der Forstkeile

Normalerweise führen Forstwirte mehrere Keile mit sich. Zum bequemen Transport bieten sich Keiltaschen oder Holster an. Diese finden Sie in unserem Onlineshop. Forstarbeiter kombinieren Keilholster üblicherweise mit anderer Ausrüstung am Waldarbeitergürtel. So wird ein komfortables und sicheres Mitführen der Keile ermöglicht.

Unsere Marken in der Übersicht

Wir bieten Ihnen hochwertige Keile verschiedener Hersteller, darunter

  • Ochsenkopf
  • Signumat
  • Fiskars
  • Gränsfors
  • Nordforest
  • EIA

Viele der Keile tragen das FPA-Prüfzeichen für praxiserprobte Qualität. Gern beraten wir Sie auch telefonisch, wenn Sie zu unserem Sortiment Fragen haben.

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